Nachhaltige
Stadtentwicklung

Königswinter soll bis 2050 klimaneutral werden. Wenn sich die Stadtentwicklung an diesem Ziel konsequent orientiert, ist das Einsparen von Ressourcen oberstes Gebot. Denn Klimaexperten sind sich einig, dass die kommenden zehn Jahre darüber entscheiden, ob wir in der Lage sind, die Klimakatastrophe zu verhindern.

Konkret bedeutet das, dass im Außenbereich unserer Stadt nur noch in Ausnahmefällen neue Flächen erschlossen werden dürfen und dass absolut vorrangig Nachverdichtungspotenziale in den Ortsteilen erschlossen werden müssen, ohne damit eine Betonwüste zu schaffen. Auch innerhalb der Ortsteile müssen Naturräume erhalten und geschaffen werden. Der ÖPNV sowie der Fußgänger- und Fahrradverkehr, auch im Verbund, muss gestärkt werden,


Königswinter hat schon jetzt mehr als 42 000 Einwohner. Es ist sowohl für unser Klima als auch für die Belastung der Infrastruktur nicht gut, wenn die Bevölkerungszahl noch einmal um bis zu 4.500 Einwohner wächst, wie es die bisherige Koalition favorisiert. Nachhaltige Stadtentwicklung ist vielmehr am Bedarf orientiert und bezieht eine integrierte Mobilitätskonzeption ein. Das heißt: Der Umstieg vom Auto auf andere Verkehrsträger wie den ÖPNV und das Fahrrad muss mitgeplant werden. Weniger Verkehr schaffen außerdem Wohngebiete, in die emissionsfreie Arbeitsplätze integriert sind. Neue Wohngebiete müssen grundsätzlich entsprechend ihrer klimarelevanten Aspekte bewertet und auch geplant werden. Eine Politik der Nachhaltigkeit beinhaltet immer nicht nur einen sparsamen Umgang mit den natürlichen, sondern auch mit den finanziellen Ressourcen. Zudem gilt es, die soziale Akzeptanz der Maßnahmen immer auch schon in der Planungsphase mit zu berücksichtigen.


  • Um das Ziel eines weitgehend klimaneutralen Königswinter (80% Reduzierung des CO2-Ausstoßes (Referenzahr 1990) entsprechend des Masterplans Energiewende des Kreises) bis zum Ende der Hälfte dieses Jahrhunderts zu erreichen, soll ein umfassendes kommunales Maßnahmenpaket erarbeitet werden.
  • Klimaexperten sind sich weitestgehend einig, dass das nächste Jahrzehnt entscheidende Weichenstellungen für eine konsequente Klimapolitik braucht. In diesem Sinne soll ein konsequenter lokaler Beitrag zur globalen Klimakrise geleistet werden.
  • Zurückhaltende Ausweisung von neuen Baugebieten im Außenbereich (Innenentwicklung vor Außenentwicklung).
  • Klare Priorisierung der vorhandenen Baulandangebote im heute gültigen FNP, Aktivierung von Baulücken und verstärkte Nutzung von Nachverdichtungspotenzialen.
  • Im Sinne eines moderaten bedarfsorientierten Wachstums sollen ausreichend Wohnbauflächen ausgewiesen werden. In diesem Zusammenhang ist die Zahl 46.000 Einwohner aus dem Handlungskonzept Wohnen lediglich eine mögliche Zielgröße, die auch deutlich niedriger sein kann.
  • Vernetztes Mobilitätskonzept
  • Verknüpfung von Arbeiten und Wohnen

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