Warum ich kandidiere

Nach 50 Jahren CDU-Vorherrschaft und 20 Jahren Bürgermeister Peter Wirtz ist ein Wechsel im Rat und an der Spitze der Verwaltung dringend überfällig. Den eingefahrenen reaktiven Politikstil mit immer wieder auftretender Gutsherrenmentalität möchte ich durch einen kooperativen und integrativen Politikstil ersetzen. Mein Angebot: Ich möchte diese Stadt gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern, gemeinsam mit allen Fraktionen und mit der Verwaltung fit für die Zukunft machen. Politik, die sich zu sehr dem eigenen Machterhalt widmet, kann – wie wir gesehen haben – diese Stadt nicht nachhaltig voranbringen.


Wer die Geschichte der Altstadt Königswinter in den letzten zwei, drei Jahrzehnten verfolgt hat, weiß, dass es immer mal wieder Ansätze und Bemühungen gab, die Entwicklung der Altstadt voran zu bringen. Letztlich ist unser namensgebender Ortsteil aber über einige – mal größere, mal kleinere – Leuchtturmprojekte nicht hinausgekommen. Ich bin überzeugt, dass hier viel mehr möglich ist. Wer die Altstadt wirklich nachhaltig vitalisieren will, muss die Bürger und einzelne private Akteure aus der Altstadt dabei weit mehr in diesen Prozess mit einbinden. Und zwar kontinuierlich.

Ähnliches gilt für alle anderen Ortsteile. Ich stehe mit meinem Team für eine wesentlich intensivere Einbindung der Bürgerschaft und der lokalen Akteure, um unsere liebenswerten Ortsteile zu erhalten und – wo nötig – auch weiterzuentwickeln.


Die Attraktivität Königswinters resultiert sicherlich aus der Vielfalt der verschiedenen Ortsteile, wie auch durch die Einbettung in die abwechslungsreiche Siebengebirgslandschaft, das Rheintal und das Pleiser Hügelland. Die gilt es unbedingt zu erhalten. In diesem Sinne setze ich mich seit über 30 Jahren für eine sehr zurückhaltende Bebauungspolitik in den Außenbereichen unserer Ortsteile ein. Überhaupt ist das Thema Schutz unserer Ressourcen seit vielen Jahren ein herausragendes Thema für mich, dies gilt für die natürlichen wie übrigens auch für die finanziellen Ressourcen. Der Schutz der natürlichen Umwelt muss aber auch immer wieder abgewogen werden mit dem dringenden Bedarf nach weiterem preiswerten Wohnraum. Deshalb habe ich mich viele Jahre für ein sogenanntes Baulandmodell eingesetzt, dass die Eigentümer größerer Flächen dazu verpflichtet, 30% ihrer Fläche für den öffentlich geförderten Wohnungsbau zur Verfügung zu stellen. Ich halte dies für eine gerechte Regelung – auch für diejenigen, die direkt davon profitieren, wenn günstiges Ackerland zu teurem Bauland wird.


Gemeinsam mit dem Rat der Stadt möchte ich Königswinter fit machen für eine klimaneutrale Zukunft, dem Umweltverbund aus Öffentlichem Nahverkehr, Fahrradverkehr und Fußgängern dabei deutlich bessere Rahmenbedingungen verschaffen und im Wohnungsbau die ökologische Modernisierung nachdrücklich vorantreiben. Parallel dazu muss die soziale Infrastruktur mit Kindergärten, Schulen, Offenen Ganztagsschulen sowie den vielfältigen Freizeitangeboten bedarfsgerecht weiterentwickelt werden. Dabei geht es gerade im Bildungsbereich auch um ein verbindlich garantiertes und qualitativ gutes Angebot. Dies schafft die besten Rahmenbedingungen gerade auch für junge Familien, deren Zukunft mir sehr am Herzen liegt.


Moderner, und bürgerfreundlicher soll aber auch die Verwaltung unserer Stadt werden. Unabhängig davon, ob wir ein neues zentrales Rathaus bauen oder doch die dringende Sanierung unserer drei Verwaltungsstandorte vornehmen: Mir ist es wichtig zu wissen, wie und im welchen Umfeld die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den nächsten Jahren und Jahrzehnten arbeiten wollen. Und wie wir in diesem Prozess den digitalen Fortschritt so realisieren können, dass Verwaltungsvorgänge vereinfacht und damit der Service für die Bürger deutlich verbessert werden kann.


Dies sind nur einige der Themen, für die ich stehe. Ich bin überzeugt, dass ich mit Ihnen und einer hoffentlich breiten politischen Mehrheit vieles für unsere Heimatstadt bewirken kann.

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